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Aktivitäten 2014
Die ehemalige Bahnstrecke Rothemühle - Freudenberg
Von Olpe bis Rothemühle fuhr die Eisenbahn schon seit 1880, acht Jahre später auch
von Kirchen bis Freudenberg. Nach langem Warten auf den Durchbau bis
Rothemühle war es am 31. Oktober 1907 endlich soweit: Das 10 km lange Teilstück
von Freudenberg über Hohenhain nach Rothemühle wurde feierlich eröffnet und
damit der lang ersehnte Lückenschluss der Nebenstrecke Nr. 56 Kirchen – Finnentrop 
vollzogen.
Der ursprünglich geplante Verlauf über Büschergrund und Hünsborn nach
Rothemühle wurde von einigen Freudenberger Unternehmern aus privaten Interessen
verhindert.
Schließlich konnte die alternative Linienführung über Hohenhain und durch das
benachbarte Wildenburger Land verwirklicht werden – allerdings nicht ohne
erhebliche Eingriffe in die Landschaft. Das bergige und zerklüftete Gelände machte
hohe Dammaufschüttungen, tiefe Felseinschnitte und den Bau eines Tunnels
erforderlich. Rund 400 Arbeiter, größtenteils Italiener und Kroaten, waren im
Einsatz, um die gewaltigen Erdmassen zu bewegen.
Die größte Herausforderung war dabei der Bau des Hohenhainer Tunnels. Im Juli
1906 wurde mit den Arbeiten von der Freudenberger Seite her begonnen. Ende Mai
1907 war der Tunnel fertig gestellt. Mit 396 Metern galt er als der längste
Eisenbahntunnel in der damaligen preußischen Provinz Westfalen.
Am 29. Januar 1945 kamen bei einem Zusammenstoß zweier Züge zwischen
Hohenhain und Freudenberg neun Menschen ums Leben, etwa zwanzig wurden
schwer verletzt. 
 
Mit Inkrafttreten des Sommerfahrplans 1983 stellte die Deutsche Bundesbahn die
Personenbeförderung auf der Strecke Betzdorf – Olpe ein.
So verließ am 28. Mai 1983 der letzte fahrplanmäßige Schienenbus um 8.35 Uhr den
Hohenhainer Bahnhof. Ihm folgte unter reger Teilnahme der Bevölkerung ein festlich
geschmückter Sonderzug, der von einer Diesellok (V 100) gezogen wurde.
Von Mai bis August 1985 organisierte die DB-Generalvertretung Siegen
Sonderfahrten von Siegen über Betzdorf und Olpe zum Biggesee und nach
Attendorn.
Trotz der ausgebuchten Ausflugsfahrten verfügte der Bundesverkehrsminister zum 1.
September 1985 die Stilllegung des Gesamtverkehrs auf dem Abschnitt Rothemühle
– Freudenberg.
Der Gleisrückbau erfolgte im März/April 1988.
Am 24. Juli 2004 wurde der Radweg auf der ehemaligen Bahnstrecke zwischen
Freudenberg und Hohenhain eröffnet. Mit der feierlichen Übergabe des letzten
Teilstücks zwischen Hohenhain und Wildenburg-Bahnhof am 9. September 2006 war
der 60 km lange Sieg-Bigge-Radweg (2-Länder-Tour) von Kirchen bis Finnentrop
vollendet.
Siehe auch: Chronologie des Hohenhainer Tunnels